Klassische Kombi für Sonntag

Geschafft! Seit Motag war ich dran mir mein Outfit für die Messe FesteFeiern am Sonntag zu nähen.

Zusammen mit meiner Schwester habe ich vor einiger Zeit überlegt was ich am besten zu dieser Veranstaltung tragen sollte.

Schick sollte es sein, aber nicht overdressed. Nicht auffällig, aber doch ein Hinkucker. Gute Bewegungsfreiheit brauche ich und möchte es gerne auf dem ein oder anderen Fest in diesem Jahr noch tragen können, also auch sommertauglich sollte es sein.

Mir kam dann ein sehr klassisches Set in den Kopf welches ich in der Ottobre 2/15 gesehen habe. Ein Etuikleid mit Kurzjacke.

Das passt! Dieses Model war mir schon länger im Hinterkopf aber bisher gab es noch keinen Anlass. Da ich auch den klassischen Stil mit verkörpere ist solch ein Kleid im Kleiderschrank ja schon fast ein Muss.

Ein Stoff war schnell gefunden. Von meiner Schwiegermutter habe ich vor ca. 1/2 Jahr einen dunkelblauen Stoff mit schönem kleinen Muster geschenkt bekommen. Sie hatte ihn beim Aufräumen gefunden und wusste auch nicht mehr woher der einmal kam. Er lag schmaler als die üblichen 140cm, nur ca. 76cm breit und es waren ca. 6m Stoff. Also genug für dieses Kleid. Als sie ihn mir gab, fasste er sich etwas "wachsig" an. Also ab in die Waschmaschine bei 40Grad. Trocken und gebügelt entpuppte er sich als ein schöner mittelfester Baumwollstoff. Als Kombistoff für die Seiten und das Jäckchen hatte ich noch einen nachtblauen Köper. Der ist etwas dehnbar, also gut für noch mehr Bewegungsfreiheit.

Das Dunkelblau/Nachtblau hat auch noch einen Vorteil: Da es eine Basisfarbe ist, kann ich es sowohl mit meinen warmen Rottönen, als auch mit dem kühlen Pink kombinieren.

Oft zeichne ich mir die Nahtlinien nicht mehr mit an, aber da es hier wirklich besonders gut werden sollte habe ich es beim Zuschnitt mit angezeichnet. Oft habe ich schon gelesen und gehört, dass man die Nahtlinien anstatt mit der Schneiderkreide auch mit Seife aufzeichnen kann.

Das habe ich nun endlich mal ausprobiert und ich muss sagen, das geht super gut. Der klare Vorteil ist, dass die Linien nicht einfach "verschwinden" wenn man den Stoff hin und her bewegt und räumt beim Nähen. Bei der Kreide passiert das schon mal. Das werde ich bestimmt noch öfter so machen.

Das Nähen mit Baumwollstoff macht einfach Freude. Ich nähe auch gerne Jersey und Co, aber Baumwolle mag ich viel lieber.

Am Kleid musste ich zwei Änderungen vornehmen nach der ersten Anprobe. Im Rücken war einfach zuviel Stoff, also insgesamt 2cm in der Länge an der Mittelnaht weggenommen und die Armausschnitte waren zu weit. So musste ich an den beiden vorderen Teilungsnähten auch 2cm wegnehmen. Nun sitzt es sehr gut.

Dann war das Jäckchen dran. Sieht nicht schwer aus, oder? Der Clou ist, dass es nicht gefüttert ist und die Nähte innen mit einem Schrägstreifen aus Futterstoff versäubert werden. In der Ottobre nennen sie es Hongkong-Versäuberung. Ein dunkelblauer Futterstoff mit kleinen Pünktchen hatte ich noch. In der Anleitung stand, den Streifen 2cm breit zuzuschneiden. Nach den ersten Nähten habe ich ihn dann lieber auf 2,5cm zugeschnitten.

Der Streifen wird erst rechts auf rechts an die zu versäubernde Kante genäht mit ca. 5mm Abstand. Dann den Steifen auf links legen und von der rechten Seite im Nahtschatten (am besten, gelingt aber nicht immer) festnähen.

Auch an dem Jäckchen musste ich etwas ändern. Bei der ersten Anprobe stand es nach hinten hin sehr weit ab. Ich habe dann von der Saumkante her 10cm an Weite weggenommen und es nach oben hin ausfließen lassen.

Gestern Abend habe ich es dann endlich fertig gemacht und ich muss sagen, es sieht echt gut aus!

Was machen die Stecknadeln da noch wenn es doch fertig ist? Ja die Nähmaschinenarbeiten sind beendet und nun werde ich heute Abend gemütlich vor dem Fernseher die Säume mit Hand annähen, so dass man von außen keine Naht sieht.

Nun muss ich schauen was ich dazu kombiniere an Accessoires. Lasst euch überraschen und schaut vorbei am Sonntag!

Bis zum nächsten Mal

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